Beethoven: C-Dur-Messe + Bernstein: Chichester Psalms (2007)

Sommer 2007: Philip Glass - Civil Wars und Sommerkonzert 2007

Winterkonzerte 2007

Programm:
Mendelssohn:
Der 114. Psalm op.51
Bernstein:
Chichester Psalms 
Beethoven:
Messe C-Dur op.86

Solisten:
Benita Borbonus (Sopran),
Beata Borchert (Alt),
Hein Heidbüchel (Tenor),
Harald Martini (Bariton)

Bernstein: Übungs-Midis

Alle Texte mit Übersetzungen und Tempobezeichnungen:
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Fr, 14.12.2007

14.30-15.30

Auftritt beim Schindler-Kongress

Philharmonie Essen

Sa, 15.12.2007

16.00

18.00

Akustikprobe

1. Konzert

Universität Witten/Herdecke

So, 16.12.2007

13.00

15.30

17.00

Aufbau

Akustikprobe

2. Konzert (mit Aufnahme)

Kirche St. Magdalena

Limbecker Straße 35, Dortmund-Lütgendortmund

 

 

 

 

Fr, 11.01.2008

15.00

18.00

20.00

Aufbau

Akustikprobe

3. Konzert (mit Aufnahme)

Kirche St. Franziskus

Herbeder Straße

Witten-Heven

So,13.01.2008

13.00

15.00

17.00

Aufbau

Akustikprobe

4. Konzert

Audimax der

Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstraße 150

Ruhr Nachrichten
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dolo/dowe/art2577,140592 

Uni-Chor und -Orchester begeistern

Von Tilman Abegg am 17. Dezember 2007 RN LÜTGENDORTMUND

Der Chor und das Orchester der Uni Witten/Herdecke führt sein erlesenes Konzertprogramm bis in das Audimax der Universität Bochum (13.1.). Am vergangenen Sonntag kamen die Lütgendortmunder in das Vergnügen der feurigen Spielfreude.

Der Chor und das Orchester der Uni Witten/Herdecke gefielen in der St. Magdalena-Kirche. 

Die Akademie-Musiker zündeten Mendelssohn-Bartholdy, Bernstein und Beethoven in der Kirche St. Magdalena.

Vom ersten Ton des 114. Psalms an begeisterte der kraftvolle Chor. Mit präzisem Einsatz, sehr ausgewogenem Stimmverhältnis und scheinbar unerschöpflichen Kraftreserven bewiesen die 120 Sänger eine große Palette an Stimmungen.

Das Orchester bewältigte die Partitur technisch scheinbar mühelos, dafür mit umso ausdrucksvolleren Akzenten. Dramatisch fauchten die schnellen Läufe, spitz hallten die perkussiven Betonungen.

Sichtbar wurde die Spielfreude in den temperamentvollen Armschwüngen Ingo Ernst Rheils: Mal feurig, mal beschwichtigend steuerte der Konzertleiter akkurat die weit gespannte, sehr genaue Dynamik der Musiker.

Beim verhalteneren Grave unterstrichen die inbrünstigen Anweisungen Rheils das Gefühl einer gegenseitigen Inspiration von Chor und Instrumentalisten. Die Trompetenstöße am Ende des Werks dirigierte er springend.

Bewegungsintensiv

Ein passender Vorgeschmack auf das kommende Stück, war doch auch Leonard Bernstein für sein bewegungsintensives Verhalten auf dem Podium bekannt.

Furios intoniert, kulminierte das temperamentvolle Forte des Orchesters mit dem mächtigen Chor in einem gewaltigen Klangfest, das den Innenraum an seine natürlichen akustischen Grenzen führte: Der hallende Stein der Kirche strafte den Mangel an musikalischer Demut mit einer, profan von der Lautstärke abhängenden Unschärfe.

Leisere Passagen

So rückten die leiseren Passagen der "Chichester Psalms" in den Vordergrund, die auch die sehr guten Leistungen der Solisten Benita Borbonus (Sopran), Beata Borchert (Alt), Hein Heidbüchel (Tenor) und Harald Martini (Bariton) angemessen begleiteten. Das Knabensolo sang Juliane Slotta mit sentimentaler Anmut. In seinen a capella-Passagen schuf der Chor mit grandioser Genauigkeit und viel Atem lange, leicht schwingende Akkorde. Vielfältig wie schillerndes Perlmutt.

Beethovens C-Dur-Messe hielt das Niveau und bereicherte den Abend um einen interessanten Kontrast. Rheil folgte der im Vergleich zu Bernsteins "Psalms" seriösen Komposition. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen.

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Ruhr Nachrichten 16. Dezember 2007

Chor durchlebte Stück mit physischer Anteilnahme

Witten - Mit dem "Mozart des 19. Jahrhunderts", Felix Mendelssohn-Bartholdy, und dem 114. Psalm op. 51 (1839) begann am Samstagabend das große traditionelle Winterkonzert mit Universitäts-Chor und Orchester.

Vor prächtiger Kulisse mit 150 Sängern und Musikern folgten die rund 350 Gäste in der Großen Halle dem Konzert unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl.

"Da Israel aus Ägypten zog" - von verhalten bis kraftvoll boten Chor und Orchester ihr ganzes Repertoire auf, elegant und mit Bravour unterstützt von ihrem Dirigenten. Während "Das Meer sah und floh" brachte er Chor und Orchester zum wogen und Wellen schienen zu branden.

Mit einem Paukenschlag folgte Chichester Psalms (1965), eine dreiteilige Suite von Leonard Bernstein auf hebräische Psalmtexte. So rasant und ausdrucksstark das Spiel des Orchester begann, so getragen klang das Solo der Streicher. Die rund 100 Sänger des gemischten Chors bezauberten mit ihrem nuancenreichen und reaktionsschnellen Vortrag, wie man ihn bei einem Chor dieser Größe nicht immer erlebt. Für das gefühlvoll vorgetragene Knabensolo erhielt Solistin Juliane Slotta einen besonders herzlichen Applaus.

Nach der Pause begeisterten die vier Solostimmen Benita Borbonus (Sopran), Beata Borchert (Al), Hein Heidbüchel (Tenor), Harald Martini (Bariton) mit der Messe C-Dur op. 86 (1807), die Ludwig van Beethoven dem Fürsten von Kinsky gewidmet hatte. Benita Borbonus, Beata Borchert und Hein Heidbüchel sind feste Mitglieder des WDR Rundfunkorchesters Köln, Harald Martini tritt mit namhaften Ensembles auf.

Ingo Ernst Reihl ist Mitbegründer des Chors, der 1991 im Rahmen der Fakultät für das Studium fundamentale aus der Taufe gehoben wurde und mittlerweile 120 Mitglieder - Studierende, Dozenten, Angestellte und Freunde - zählt. 1993 wurde Reihl zum ersten Universitätsmusikdirektor der Universität Witten/Herdecke ernannt.

Ingrid Piela 16. Dezember 2007 | Quelle: Ruhr Nachrichten

Stimmgewaltig

Uni-Chor und Orchester:
Werke großer Komponisten

Chor und Orchester der Uni Witten/Herdecke gehören zu den bedeutenden Kulturträgern unserer Stadt. Dieses Jahr haben sich die Musiker unter Ingo Ernst Reihl drei große Werke zur Weihnachtszeit ausgesucht, die das Jahreszeitenthema subtil bearbeiten.

Großen Eindruck erzeugte Mendelssohns 114. Psalm, den der Chor, vom Orchester einfühlsam begleitet, stimmgewaltig vortrug. Das zweite Werk waren Leonard Bernsteins (1918-1990) moderne "Chichester Psalms", die er Mitte der 60er Jahre komponierte. In kontrastierenden Wechseln trifft Forte auf sanftes Pianissimo. Der Chor - unterstützt von den hervorragenden Solisten - sang den hebräischen Text klar artikuliert.

Mit dem Chor scheint in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet worden zu sein. Die Qualität reichte an Profichöre heran. Insbesondere die Philosophiestudentin Juliane Slotta, die in ergreifend schlichtem Duktus das Knabensolo sang, verzückte das Publikum in der vollen Aula. Mit dem Schlagzeug wurden zwischen die teils gemurmelten Texte über langen Streicherbögen imponierende Akzente gesetzt. Ein besonders facettenreiches Werk.

Mit dem krönenden Beethoven wurde musikhistorisch ein Schritt zurück gemacht - allerdings behandelt die C-Dur Messe das neue Testament. Somit wurde der Bogen zur christlichen Tradition geschlagen. Volle Geltung und Glanz erzeugten die Soli (Benita Borbonus, Beata Borchert, Hein Heidbüchel und Harald Martini), die besonders im Quartett harmonisierten.

Unterstützt durch das gelungene Orchesterspiel, bei dem besonders die Holzbläser in den Überleitungen hervorstachen, entlockte Ernst Reihl dem Chor mit energisch fordernden Dirigierbewegungen Höchstleistungen. Im Januar folgen zwei weitere Aufführungstermine.

Witten, 16.12.2007,
derWesten.de

Von Börries Hornemann

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http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/1/16/news-16677951/detail.html  

Wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen

WAZ Bochum, 16.01.2008, Von Nina Schröder

Hebräische Worte konnten zum Nachdenken anregen.
Orchester und Chor der Uni Witten/Herdecke waren zu Gast im Audimax der Ruhr-Universität.

Der musikalische Austausch zwischen der Ruhr-Universität und der Uni Witten/Herdecke gehört zu den festen Größen im Bochumer Kulturleben. Unlängst waren das Orchester und der Chor der Uni Witten/Herdecke unter der Leitung von UMD Ingo Ernst Reihl zu Gast im Audimax der Ruhr-Universität. Unterstützt wurden die Studierenden von vier Sängern aus dem WDR Rundfunkchor Köln: Benita Borbonus (Sopran), Beata Borchert (Alt), Hein Heidbüchel (Tenor) und Harald Martini (Bariton) konnten sich ihrer gefesselten Zuhörerschaft versichern.

Die dargebotenen geistlichen Werke verwandelten den "Hörsaal" für einen Moment lang in ein feierliches Sakralgebäude: Mendelssohns 114. Psalm, Bernsteins Chichester Psalms und Beethovens Messe C-Dur sind drei Werke aus drei Epochen, die allesamt das Lob Gottes bekunden.

Mendelssohn hatte zu Lebzeiten mit der Aufführung des Händelschen Chor-Oratoriums "Israel in Ägypten" eine Händel-Renaissance angeregt. In seiner Vertonung des 114. Psalms "Da Israel aus Ägypten auszog" für Chor und Orchester finden sich Parallelen zu dessen großangelegten Oratorien.

Von Anfang an gelang es dem Universitätsmusikdirektor, Chor und Orchester in einen wunderbaren Einklang zu bringen. Die Verbindung von Wort und Ton des Psalms verwandelte er in eine Symbiose. Den weichen Mendelssohnschen Orchesterklang fing er stilsicher ein.

Der achtstimmige Chor wirkte zu jeder Zeit ganzheitlich und geschlossen.

Mit musikalisch stilisierten Kirchenglocken, die zum Gebet rufen, begannen die Chichester-Psalms von Leonard Bernstein. Das Stück für Orchester und Chor beruht auf einer Vertonung von einer Reihe originaler Bibelpsalmen in hebräischer Sprache. Das melodisch und rhythmisch interessante Werk aus dem 20. Jahrhundert wurde spannungsvoll interpretiert.

Ein Highlight war das für Knabenstimme komponierte und nur von der Harfe begleitete Solo. Juliane Slotta hat dieses glanzvoll dargeboten, ganz unter dem Motto "die Schönheit liegt in der Einfachheit". Mit Souveränität und Vokalsicherheit interpretierte der Chor die hebräische Sprache, die Solisten konnten vibratoreiche und brillante Akzente setzen. Die letzten hebräischen Worte des Werkes von 1965, übersetzt etwa "Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!", konnten dabei zum Nachdenken anregen.

Als Beethoven 1807 zum ersten Mal seine Messe C-Dur aufführte, waren die Kritiken der Obrigkeit vernichtend: "Aber, lieber Beethoven, was haben Sie denn da gemacht?" beanstandete der Auftraggeber der Messe, Fürst Esterhazy.

Diese Frage hat sich angesichts dieser energiegeladenen Interpretation der Messe mit sinfonischen Anklängen diesmal wohl niemand gestellt. Chor und Solisten lieferten sich ein spannungsgeladenes Zwiegespräch, Paukenschläge und minutiös genaue Tuttipassagen verliehen dem Werk ein feierliches Ethos.

Die Deklamation der lateinischen Messe war sehr veranschaulichend, Sprache und Musik ergänzten sich zu einem großen Ganzen. UMD Ingo Ernst Reihl ist es gelungen, die Studierenden der Universität Witten/Herdecke zu Höchstleistungen zu bringen - Chor und Orchester der Ruhr-Universität werden sich natürlich revanchieren.

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